Es war einmal ein freundliches Mädchen namens „Abrin“, das in einer Ebene voller bunter Blumen lebte. Sie liebte den schönen Duft der Blüten und die weiche Frische des Grases.
An einem sonnigen Tag spazierte Abrin zwischen den Blumen umher, da entdeckte sie eine sehr große und weiche violette Blume. Diese Blume war wie ein Bettchen, voller zarter Watte.
Abrin setzte sich auf die weiche Blume und legte ihren Kopf auf die Blütenblätter. Ganz langsam schlossen sich ihre Augen, und sie glitt in einen süßen, tiefen Schlaf.
Die Zeit verging. Der Herbst kam, und gelbe und orangefarbene Blätter wirbelten vom Himmel zur Erde hinab. Aber Abrin war immer noch in ihrem sanften Schlummer.
Der Winter kam, und der weiße, glänzende Schnee bedeckte die Ebene wie eine warme Decke. Mitten im Schnee rührte sich Abrin kein bisschen, und sie blieb warm.
Jahre vergingen, und wieder kam der Frühling. Die liebe Sonne schien, und ein kleiner, bunter Schmetterling setzte sich auf Abrins Hand, um sie zu wecken.
Die violette Blume war jetzt viel größer geworden. So hoch, dass sie Abrin ganz nah an die rosafarbenen Wolken brachte, die wie Zuckerwatte am Himmel waren.
Ein kleiner, leuchtender Stern kam vom Himmel herab. Der Stern küsste Abrin sanft auf die Wange und verbreitete ein schönes Licht in der Luft.
Plötzlich öffnete Abrin die Augen. Fröhlich streckte sie ihre Hände aus und machte ein großes Gähnen. Sie fühlte, dass sie seeeehr gut ausgeruht hatte.
Abrin war nun wach. In all diesen Jahren hatte sie bunte Träume gesehen. Voller Freude sprang sie von der Blume herunter und begann, über die schöne Ebene zu laufen.