In einem fernen, traumhaften Land lebte ein Mädchen namens Javani. Jeden Morgen ruhte sie auf weichen, goldenen Wolken aus und hörte dem Gesang des Windes zu.
Eines Tages öffnete Javani die Augen und sah einen wundersamen Garten. Dort waren Blumen, die wie warme, leuchtende Flammen tanzten, aber sie verbrannten nicht.
Plötzlich flog ein Schmetterling namens Nari aus den hellen Blumen hervor und kam zu ihr. Naris Flügel glänzten wie kleine, schöne Funken.
Nari sagte mit sanfter Stimme: »Hallo, Javani! Komm, lass uns zusammen in diesem Garten voller zarter Flammen spazieren gehen und spielen.«
Javani und Nari gingen gemeinsam mitten durch die Flammen. Diese Flammen waren wie weiche Frühlingsblütenblätter und streichelten Javanis Körper.
Javani streckte ihre Hand nach einer Flammenblume aus. Die Blume war wie eine warme Umarmung und duftete süß nach Honig und Sonne.
In der Mitte des Gartens stand ein silberner Springbrunnen. Statt Wasser floss ein flüssiges, glänzendes Licht daraus hervor, das wie Perlen funkelte.
Javani spritzte sich ein wenig von diesem warmen Licht ins Gesicht. Sie fühlte, wie stark und fröhlich sie war, und ihr Herz wurde voller Güte.
Nari setzte sich auf eine große violette Blume, deren Blütenblätter wie ruhiges, rotes Feuer zitterten. Er winkte Javani, zu ihm zu kommen.
Javani schlief neben Nari in der Umarmung dieser warmen, zarten Blume ein. Jetzt wusste sie, dass die Flammen nur ein Licht sind, um die Welt zu erhellen.