Es war einmal, es war keinmal. In einem grünen Garten voller Blumen lebte ein kleines Marienkäferchen namens „Lili“. Lili hatte hübsche rote Flügel, auf denen schwarze Punkte waren.
Jeden Morgen wachte Lili auf und rieb sich die winzigen Augen. Sie wartete darauf, dass ihr lieber Freund, die lachende Sonne „Taban“, hinter den Bergen hervorkam.
Plötzlich erfüllte ein warmes, goldenes Licht alles. Taban sagte mit seinem runden, strahlenden Gesicht lächelnd: „Hallo, kleine Lili! Was für ein schöner Tag ist das heute!“
Lili breitete fröhlich ihre Flügel aus und flog in Richtung Himmel. Sie sagte: „Hallo, lieber Taban! Komm, lass uns zusammen spielen.“ Taban streichelte Lilís Flügel mit seiner Wärme.
Taban schaute nach unten und sah, dass eine kleine blaue Blume im kühlen Schatten des Baumes kalt geworden war. Taban ging ein bisschen näher und ließ sein Licht auf die Blume scheinen, um sie zu wärmen.
Lili setzte sich auf ein glänzendes Blatt. Auf dem Blatt funkelte ein Tautropfen wie ein Diamant. In dem Tropfen sah Lili das lächelnde Bild von Taban und wurde glücklich.
Plötzlich stellte sich ein Stück weiße, watteweiche Wolke vor Taban. Lili lachte und sagte: „Verstecken spielen! Jetzt muss ich dich finden!“
Taban kam hinter der Wolke hervor und pustete seinen warmen Atem. Ein leichter Regen begann zu fallen, und Taban machte für Lili einen zauberhaften Regenbogen.
Es wurde Abenddämmerung. Taban wurde langsam müde. Er sagte zu Lili: „Meine Freundin, es ist Zeit, sich auszuruhen. Morgen sehen wir uns wieder.“ Lili winkte ihm zu.
Es wurde Nacht, und der freundliche Mond kam an den Himmel. Lili schlief zwischen den Blütenblättern einer Tulpe ein und träumte von der lachenden Sonne. Sie wusste, dass Taban immer ihr Freund bleiben würde.