Es war einmal, es war einmal nicht. In einer Ebene voller rosa und blauer Blumen lebte ein kleines Mädchen namens Puya. Eines Morgens fand Puya zwischen dem weichen Gras einen Stift, der wie ein Stern funkelte. Das war kein gewöhnlicher Stift; das war der Friedensstift. Alles, was Puya damit zeichnete, duftete nach Freundschaft und Ruhe.
Puya schwenkte ihren Stift in der Luft und zeichnete eine große, rosa Wolke. Die Wolke war weich wie Zuckerwatte. Puya sprang auf die Wolke und spürte, wie leicht sie geworden war. Sie sagte zu sich selbst: „Diese Wolke ist ein guter Ort, um sich von all der Müdigkeit auszuruhen.“
Die rosa Wolke bewegte sich ganz langsam am Himmel. Puya streckte sich auf der Wolke aus und schaute in den blauen Himmel. In ihrem Herzen wünschte sie sich, dass die ganze Welt wie diese Wolke sein könnte: ruhig und freundlich. Eine kühle Brise streichelte ihr Haar.
Plötzlich setzte sich ein kleiner, weißer Vogel neben Puya. Der Vogel war traurig, weil er seine Stimme verloren hatte. Puya streckte freundlich ihre Hand aus, und der Vogel setzte sich auf ihren Finger. Puya sagte: „Hab keine Angst, mein Freund, der Friedensstift hilft uns.“
Puya nahm ihren Stift und zeichnete in die Luft eine goldene Musiknote. Die Musiknote leuchtete wie die Sonne und duftete nach Jasminblüten. Puya schenkte die Note dem Vogel, damit er wieder singen konnte.
Der Vogel nahm die goldene Note und begann zu singen. Sein Gesang war so schön und friedlich, dass alle Blumen in der Ebene unter der Wolke zu blühen anfingen. Der Vogel flog um Puya herum und schlug fröhlich mit den Flügeln.
Nun war es Zeit, dass Puya einen Weg fand, um Erde und Himmel zu verbinden. Mit dem Friedensstift zeichnete sie eine hohe, regenbogenbunte Brücke. Eine Brücke, die auf den Wolken begann und bis in die Ferne reichte.
Puya und der Vogel gingen zusammen über die Regenbogenbrücke. Überall, wo sie ihre Füße hinsetzten, leuchteten kleine Sterne unter ihren Schritten auf. Sie lachten miteinander und genossen den Anblick der schönen Welt.
Von dort oben schaute Puya auf die Häuser hinunter. Überall war es voller Licht und Ruhe. Sie verstand, dass man mit dem Friedensstift und einem freundlichen Herzen die ganze Welt in einen schöneren Ort verwandeln kann. Sie drückte ihren Stift fest an sich.
Die Nacht brach herein, und die Sterne wurden am Himmel wach. Puya schlief auf dem silbernen Mond, den sie selbst gezeichnet hatte. Der Vogel kuschelte sich neben sie. Der Friedensstift lag unter Puyas Kopf und schenkte ihr bunte, süße Träume. Gute Nacht, liebe Puya.